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CDU Neuss entsetzt über Kurswechsel der Bundesjustizministerin beim Embryonenschutz

Die Menschenwürde ist unteilbar

30.10.2003 1 Minute Lesezeit

    Auf scharfe Kritik stößt bei der CDU Neuss die Einschränkung des Menschenwürdeschutzes für Embryonen durch die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. "Die Menschenwürde ist unteilbar. Man kann sie nicht dem ungeborenen Leben im Mutterleib zuerkennen und zugleich dem künstlich erzeugten Embryo absprechen.", so der CDU-Vorsitzende Cornel Hüsch. Für den Christdemokraten, der sich aktiv in der Kirche engagiert, ist es nicht haltbar, zwischen Lebensschutz und Menschenwürdeschutz einen Unterschied zu machen. "Ein menschliches Leben im Sinne von Artikel 2 des Grundgesetzes ohne Menschenwürdeschutz ist schlechterdings nicht vorstellbar" betont der Jurist und warnt davor, die Menschenwürde zu rationieren: "Es fängt schon beim Begrifflichen an. Wie würde Frau Zypries denn den in-vitro gezeugten Embryo nennen? Weder 'Mensch ohne Würdeanspruch' noch 'menschenähnliches Wesen' sollten uns hier guten Gewissens über die Lippen gehen. "Richtig, aber wenig überzeugend" ist es für Hüsch, wenn Ministerin Zypries bei der sog. Präimplantations-Diagnostik (PID) zugleich einen restriktiven Kurs fährt. "Wer bei der verfassungsrechtlich geschützten Menschenwürde die Schleusen weit öffnet, wird dem Druck auf eine Abschwächung des Embryonenschutzgesetzes kaum standhalten können." Wieder einmal zeigt sich für die CDU Neuss, dass die Bundesregierung einen Kurs der Beliebigkeit fährt und Schnellschüsse produziert. Mag man bei wirtschafts- oder steuerpolitischen Fragen um Details ringen, so ist dies aus Sicht der Neusser Christdemokraten schlichtweg undenkbar in Fragen der Menschenwürde.