Die Frauen Union Neuss stellte die Frage: „Wie bürgernah ist Europa?“

Hierzu wurden der Arbeitskreis Europa und Vertreter der Jungen Union eingeladen.

Eigentlich müsste Ruth Harte, die Leiterin des „Europe Direct Informationszentrums“ des Rhein-Kreises, vor der Europawahl von Bürgeranfragen geradezu überrollt werden. Das hält sich aber sehr in Grenzen, wie sie in einer Diskussion mit Mitgliedern der Frauenunion (FU) und des CDU-Arbeitskreises Europa einräumte. Bei den Teilnehmern aber – darunter die FU-Vorsitzende Dr. Christiane Friedländer, der CDU-Vorsitzende Prof. Jürgen Brautmeier und Arbeitskreisleiter Rotger Kindermann - stieß das Thema „Wie bürgernah ist Europa?“ auf reges Interesse. Ausführlich erläuterte die Referentin die Vorzüge der Europäischen Union, von den Erasmus und Leonardo-Programmen, über die Beihilfen für Landwirte wegen Trockenheit oder das Schulobstprogramm, das auch von Schulen im Rheinkreis genutzt wird. Speziell zur Bürgernähe angesprochen, verwies Harte auf die Einrichtung der „Europäischen Bürgerinitiative“ (1 Mio. Stimmen aus mind. 7 Ländern) und die Durchführung von sog. öffentlichen Konsultationen. Nachdrücklich rief sie dazu auf, „das Europaparlament als starkes demokratisches Element in der EU“ zu wählen. Denn hier entscheide sich, ob Europa handlungsfähig bleibe und die nächste EU-Kommission durch die Parteien der politischen Mitte legitimiert werde. Diese Wahl sei mindestens so bedeutend wie eine Bundestagswahl, mahnte Jürgen Brautmeier. Auch wer eine Zukunftsvision der EU vermisse, sollte erkennen, wieviel ein Leben in Frieden und Freiheit wert ist. Gewählt werden kann bereits seit 15. April im Bürgeramt der Stadt Neuss.