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CDU-Arbeitskreis Kultur informierte über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Denk mal ans Denkmal

21.02.2003 2 Minuten Lesezeit

    Anlässlich der Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über die Restaurierung des historischen Kerns der Stadt Erfurt im Neusser Rathaus befasste sich der Arbeitskreis Kultur der CDU Neuss mit der Arbeit der Stiftung.

    Mit eindrucksvollen Zahlen konnte Christa Rossenrath, regionale Repräsentantin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Referentin der Sitzung aufwarten: Im Jahr 2001 unterstützte die Stiftung die Sanierung erhaltungswürdiger Baudenkmäler in Deutschland mit einer Gesamtsumme in Höhe von rund 33 Millionen Euro. Die im Jahr 1985 mit einem Stiftungskapital von 500.000.- DM unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker nach dem Vorbild des National Trust in England gegründete Einrichtung widmet sich der Sanierung historischer Bausubstanz in ganz Deutschland, deren private Besitzer die Restaurierungskosten nicht allein aufbringen können. Die Unterstützung durch die Stiftung erstreckt sich stets nur auf einen Teil der Kosten und hat vor allem seit der deutschen Wiedervereinigung für die Renovierung der verfallenden historischen Bauten in den neuen Bundesländern beigetragen, nicht zuletzt durch die Verwendung von 40 Millionen DM aus dem ehemaligen SED-Vermögen.

    Christa Rossenrath unterstrich die vielfältigen Effekte der Stiftungsarbeit: Denkmalschutz bedeute Wirtschafts- und Tourismusförderung, die Stiftung unterstütze die Besitzer der restaurierten Immobilien bei der Suche nach geeigneter Nutzung, sie sei an Weiterbildungseinrichtungen für Restauratoren beteiligt und betreibe Stiftungslehrstühle.

    In der anschließenden Diskussion standen Impulse zur intensiveren Förderung der Stiftungsarbeit im Mittelpunkt. Da diese Förderung derzeit - sowohl im Bereich ehrenamtlichen Engagements als auch durch finanzielle Zuwendungen - vorwiegend durch die ältere Generation geleistet werde, sahen die Arbeitskreismitglieder die Notwendigkeit, gerade das Interesse junger Menschen für ihre Vergangenheit und damit für die Arbeit der Stiftung zu erhöhen. Die Referentin wies in diesem Zusammenhang auf die Stiftungsinitiativen wie Informationsveranstaltungen in Schulen, die Initiative „Denkmal mit Pfiff“ im Internet (http://www.denkmalschutz.de) sowie das Projekt „Jugendbauhütte“ (realisiert in Wismar, Rheinberg/Raesfeld und Romrod) hin. Mit dem zweimonatlich an alle Spender verschickten Magazin „Monumente“ betreibe die Stiftung Öffentlichkeitsarbeit auf hohem Niveau. Auch die Unterstützung bestimmter Projekte durch die Spender sei möglich, so dass der Identifikation der Bürger mit regionalen Baudenkmälern Rechnung getragen werde.

    „Der Arbeitskreis ist sich einig über die hohe Bedeutung der Stiftungsarbeit für die Restaurierung historischer Bausubstanz, die einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung deutscher Geschichte und Kultur leistet“, resümierten Dorothea Gravemann und Stephanie Wellens, beide im Leitungsteam des Arbeitskreises Kultur und stellvertretende Parteivorsitzende, das Ergebnis der Sitzung.