Crashkurs über Twitter: „Kommunalpolitik in 140 Zeichen“

In 100 Tagen, am 25. Mai, ist Kommunalwahl. Während sich die Parteien schon langsam für den Wahlkampf warmlaufen, startet der Stadtverordnete Thomas Kaumanns ein Projekt zur politischen Bildung: „Kommunalpolitik in 140 Zeichen“ heißt ein Crashkurs, mit dem er im Internetnetzwerk Twitter über die anstehende Wahl informieren will.

„Vor der Kommunalwahl möchte ich darüber informieren, worum es geht und warum Wählen wichtig ist“, sagt der junge Kommunalpolitiker. „Aber nicht mit langen Texten, sondern mit kurzen und knackigen Botschaften. Dafür ist Twitter optimal. Und 100 Tage,  100 Tweets ist eine gute Dosis.“ Erreichbar ist das Angebot unter www.twitter.com/kopo140.

Überblick über Funktionsweise der Kommunalpolitik

In seinen täglichen Botschaften will Kaumanns die Aufgaben und Funktionsweise einer Stadt, die zahlreichen Themen der Kommunalpolitik, den Alltag eines Stadtratsmitglieds und nicht zuletzt den Ablauf der Kommunalwahl darstellen. Zwar wird er einige Beispiele aus dem Neusser Stadtrat bringen, insgesamt sind die Texte aber so neutral gehalten, dass sie für ganz Nordrhein-Westfalen Gültigkeit haben.

Politische Meinungsäußerungen oder gar Werbung wird man in den Tweets nicht finden. „Der Twitter-Kurs soll nicht parteipolitisch geprägt sein, sondern ausschließlich der Information dienen“, sagt Kaumanns, der dafür extra einen neutralen Twitter-Account mit dem Namen „KoPo140“ angelegt hat.
„Man kann den Twitter-Kanal regelmäßig verfolgen oder auch ab und zu mal reinschauen. Die Tweets sind einzeln verständlich, zugleich aber so sortiert, dass sie zusammenhängenden Text ergeben“, erklärt Kaumanns. Fragen und Diskussionsbeiträge seien ausdrücklich erwünscht.

Kommunikation mit Wählern über Internet

Der CDU-Politiker Kaumanns ist seit 2009 Mitglied des Neusser Stadtrates. Neben klassischen Methoden der Wähleransprache nutzt er auch intensiv das Internet. So hat er eine eigene Internetseite und bietet regelmäßige Online-Sprechstunden beim Telefondienst Skype an. Auch Facebook nutzt er intensiv: „Schon mehrfach konnte ich Themen über Facebook aufspüren und dann auch zu einer guten Lösung führen. So hat beispielsweise eine Spielplatz-Verschönerung ihren Ausgangspunkt im wütenden Facebook-Posting eines Familienvaters gefunden.“
Eine neue Herausforderung wird für ihn sein, jede Botschaft in der Twitter-Maximallänge von 140 Zeichen zu formulieren. „Aber uns Politikern tut es auch mal ganz gut, kurz zu formulieren und uns auf das Wesentliche zu beschränken“, sagt Kaumanns.