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Arbeitskreis Wirtschaft und Arbeit

China-Town bald in Neuss?

28.10.2003 1 Minute Lesezeit

Stadtverordneter und China-Experte Sebastian Rosen

Stadtverordneter und China-Experte Sebastian Rosen

Jüngst beschäftigte sich der Arbeitskreis Wirtschaft unter Leitung von Dennis Oscheja und Andreas Hamacher mit der Entwicklung chinesischer Investitionen und wirtschaftlicher Tätigkeiten in Neuss. Zu diesem Zwecke referierte der Stadtverordnete und Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT), Sebastian Rosen, über die verschiedenen Branchen, in der chinesische Unternehmer und Händler tätig sind. Er berichtete über die wirtschaftspolitische Entwicklung Chinas und deren Auswirkungen. Dabei rückte neben der Gastronomie vor allem der Textilhandel in den Mittelpunkt der Betrachtungen. „Im Moment können wir vor allem wirtschaftliche Betätigung in Neuss im Bereich des Großhandels mit Textilien vorfinden“, erklärt AK-Leiter Dennis Oscheja. „Inwieweit sich die wirtschaftliche Betätigung auf andere Branchen in nächster Zeit ausdehnen wird, bleibt abzuwarten“, so Oscheja weiter.

Fakt sei, dass China sich in einem fortwährenden Modernisierungsprozess befindet. So erklärte Rosen, dass man mit China im Welthandel künftig verstärkt rechnen müsse. „Wir wollen die Chancen für die Zukunft begreifen und uns nicht von den Risiken abschrecken lassen“, so Oscheja. Sein Stellvertreter Andreas Hamacher ergänzt: „Neben den wirtschaftlichen Tätigkeiten, die im Sinne globaler Handelsstrukturen die Wettbewerbsfähigkeit der Händler untereinander auf den Prüfstand stellt, ist künftig auch auf einen kulturellen Austausch zwischen chinesischen Interessensgruppen und Neuss großen Wert zu legen. Dies würde für unsere Kulturlandschaft eine Bereicherung darstellen. Ziel muss es sein, neben der Notwendigkeit wirtschaftlichen Wettbewerbs auch das Verständnis füreinander zu stärken.“

Während der Diskussion kam auch die Frage nach einer möglichen Städtepartnerschaft in China auf. Rosen antwortete, dass es eine Beschlusslage der Stadt gebe, wonach die bestehenden Partnerschaften abschließend sein sollen. „ Die Junge Union würde eine solche Städtepartnerschaft dennoch nur begrüßen!“, äußerte sich der JU-Vorsitzende Sven Schümann. „Insoweit könnte die Partnerschaft die bestehende wirtschaftliche Verbindung stärken und ausbauen.“, folgert Schümann. Die aktuelle Meldung vom vergangenen Samstag, wonach ein solches Angebot jetzt an die Stadt Neuss herangetragen wurde, bestätigt die Junge Union in der Aktualität ihrer durchgeführten Veranstaltung.

Ein China-Town nach dem Vorbild großer amerikanischer Städte könnte sich aber niemand in Neuss vorstellen.