CDU verteidigt den Schulfrieden in Neuss

Mit großer Besorgnis reagierte die Neusser CDU auf die Kündigung des kommunalen Schulfriedens durch die oppositionelle SPD. Der CDU-Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings sagte: „Offensichtlich hat die SPD beschlossen, den Kommunalwahlkampf auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler auszutragen. Das verheißt nichts Gutes.“ SPD-Chef Jakubassa hatte angekündigt, dass seine Partei zukünftig nur noch Gesamtschulen und Gymnasien sehe. Die Sekundarschule findet in seinen Überlegungen dagegen kaum Platz.

„Das würde bedeuten, dass das vielfältige Angebot im weiterführenden Bereich reduziert und damit die Wahlmöglichkeiten der Eltern erheblich eingeschränkt würden. Die Sekundarschule mit ihrem Schwerpunkt in der Vorbereitung auf duale Ausbildungsberufe ist eine wesentliche Bereicherung der Neusser Schullandschaft, massive Schulschließungen drohen“ ergänzte Geerlings.

Der CDU-Chef warf der SPD vor, alte ideologische Gräben nie verlassen zu haben. Diese Art von ideologischem Kampf gehe jedoch zu Lasten der Schwächsten in der Gesellschaft und werde das gesellschaftliche Klima in Neuss vergiften. Die CDU werde weiterhin für eine friedliche und gedeihliche Schulentwicklung in Neuss einsetzen. Die Schulen seien der falsche Ort, um Wahlkampf zu machen.
Die CDU sprach sich gegen fortgesetzte Diskussionen über die Schulstrukturen aus. „Das bringt nur Unruhe in unsere Schulen und nützt niemandem“, sagte Geerlings. „Ich bin mir sicher, die SPD will immer noch die Einheitsschule und das Gymnasium als bürgerliche Institution abschaffen. Das ist reine Ideologie“, so Geerlings weiter.

Die Neusser Christdemokraten würden sich notwendigen Entwicklungen jedoch nicht verschließen. Die Vorsitzende des Schulausschusses, Stephanie Wellens (CDU), erinnerte daran, dass die Quirinusstadt eine der ersten Städte mit Ganztagsschulen in der Region gewesen sei. „Die Ganztagsbetreuung ist ein Bedürfnis vieler Familien und vor allem berufstätiger Mütter“, erklärte Wellens. Die CDU sorge nun dafür, dass dieses Ganztagsangebot mit den Sekundarschulen auch im Bereich der weiterführenden Schulen ausgeweitet werde. „Diese neue Schulform soll ihre Chance in Neuss bekommen und darf nicht voreilig parteipolitischen Auseinandersetzungen zum Opfer fallen,“ so Wellens.