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Eine moderne Förderung für starke Familien

CDU und Grüne weiten Förderung von Familien beim Eigentumserwerb aus

Foto: Shutterstock

„Eigentum ist in Neuss teuer geworden. Um mehr Familien Wohneigentum zu ermöglichen will die Koalition aus CDU und Grünen die bisherigen Förderung beim Kauf von Wohnungsgrundstücken ausweiten und zudem über das Programm „Jung kauf Alt“ den Kauf älterer Immobilien durch Familien fördern“, erklärt Sven Schümann (CDU).

Bereits im Jahr 2012 hatte der Rat der Stadt Neuss die Gewährung eines Rabattes bei der Veräußerung von städtischen Wohnbaugrundstücken beschlossen. 2017 hatte die Verwaltung jedoch berichtet, dass von Seiten der Stadt in den vorhergehenden Jahren nur einmal ein Rabatt gewährt worden ist.

Aufgrund des hohen Drucks auf den Neusser Wohnungsmarkt durch die benachbarten Großstädte Düsseldorf und Köln sind sowohl die Mietpreise wie auch die Baukosten in unserer Stadt erheblich gestiegen.

Dies hat zur Folge, dass für unsere Stadt die bisherigen Einkommensgrenzen zu niedrig bemessen sind. Nach dem Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das NRW liegt diese Einkommensgrenze bei einer Familie mit zwei Kindern bei 33.730 € p.a.

„Mit diesem Einkommen sind der Kauf eines Grundstückes und der Bau eines Wohnhauses in unserer Stadt nicht darstellbar, wenn man nicht über erhebliches Eigenkapital verfügt. Dies zeigt auch die bis 2017 geringe Zahl an gewährten Rabatten. Seit dem hat sich die Situation weiter verschärft. Daher muss bei der Ermittlung der Einkommensgrenze der Situation in unserer Stadt Rechnung getragen werden, wenn die Gewährung des Rabattes tatsächlich zu tragen kommen soll. Wir schlagen daher vor, bei der Ermittlung der Einkommensgrenze einen pauschalen Betrag hinzu zuaddieren“, so Schümann (CDU) weiter.

„Daneben macht es Sinn, zusätzlich zur Erhöhung der Einkommensgrenzen beim Kauf von Grundstücken für neue Eigenheime auch Maßnahmen einzuleiten, die darauf abzielen, den Kauf auf gebrauchte Ein- bzw. Zweifamilienhäuser zu lenken. Diese sind in der Regel preiswerter zu erstehen. Aufgrund des demografischen Wandels kommen immer mehr Besitzer/-innen in ein Alter, wo sie Interesse zeigen, ihr Haus zu verkaufen, um sich kleiner zu setzen. Da die Häuser in der Regel innenstadtnah liegen, ergeben sich weitere Vorteile wie z.B. eine bessere Anbindung an den ÖPNV und an andere Infrastruktureinrichtungen (Ärzte, Schulen, Kitas), die laufende Kosten senken können“, erläutert für die Grünen Roland Kehl den Antrag der Koalition.

Einige andere Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, diesen „Wechsel im Bestand“ in vielfältiger Weise zu fördern oder zu organisieren. Z.B. berichtete die NGZ am 12.5.2019 unter dem Titel „Stadt fördert Käufer von Altimmobilien“ über einen Beschluss des Stadtrates Kaarst, Familien und Alleinerziehende mit max. 10.000 Euro zu fördern, wenn sie eine Bestandsimmobilie kaufen

Die Gemeinde Hiddenhausen geht seit 2007 einen anderen Weg und praktiziert eine Bezuschussung für Beratungsangebote und für Sanierungsmaßnahmen sowohl für Kaufwillige als auch Verkaufswillige.

„Diesen guten Beispielen wollen wir uns für das Wohl der Neusser Familien anschließen“, schließen Schümann und Kehl.