CDU und Grüne führen OGS in die Zukunft - Engpässe in der Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen müssen beseitigt werden

Die Koalitionsfraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen werden in den heutigen Schulausschuss einen Antrag zur Erweiterung der Offenen Ganztagsschule einbringen. „Gute Familienpolitik bedeutet vor allem Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen auf kommunaler Ebene ist daher für uns eine zentrale Aufgabe: Wir wollen in Zukunft für jedes Kind einen Betreuungsplatz in der Grundschule vorhalten, dessen Eltern einen solchen Platz in Anspruch nehmen wollen“, erläutern die schulpolitischen Sprecherinnen Stephanie Wellens (CDU) und Henny Rönneper (Bündnis 90/Die Grünen) den Antrag. „Die mit großen Anstrengungen hergestellte gute Betreuungssituation in den Kitas soll dadurch auch nach Eintritt der Kinder in die Grundschule weiter für alle Eltern in Neuss gewährleistet sein. Niemand soll seinen Beruf aufgeben müssen, nur weil sein Kind eingeschult wird. Daher wird die bisher geltende Obergrenze von 3.200 OGS-Plätzen ersatzlos gestrichen. Ab sofort zählt der tatsächliche Bedarf.“

„Dabei ist klar, dass dieses große Ziel nur in gemeinsamen Anstrengungen der Schulen, der OGS-Träger und der Schulverwaltung verwirklicht werden kann. Wir sehen drei zentrale Aufgaben: die Frage der notwendigen Raumkapazitäten an den Schulen muss beantwortet werden, die OGS-Träger müssen weiteres qualifiziertes Personal gewinnen und die Stadt steigende Kosten tragen“, so die Sprecherinnen weiter. „Schließlich bedürfen auch die steigenden Landeszuschüsse der Genehmigung durch das Land. Durch die neue Landesregierung, die u. a. mit einem Sofortprogramm neue OGS-Plätze schaffen möchte, sehen wir uns in unserem Vorhaben bestärkt. Gleichzeitig halten wir den konsequenten Ausbau der über Mittag betreuenden verlässlichen Grundschule für geeignet, eine steigende Nachfrage nach OGS-Plätzen abzufangen.“

„Der Ausbau der OGS-Betreuung ist nach dem Ausbau der Kita-Betreuung die nächste große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen sowie Familien ein dauerhaftes Auskommen zu gewährleisten. Wir hoffen, dass zum nächsten Schuljahr alle Grundschulkinder einen Betreuungsplatz bekommen werden, deren Eltern diese Unterstützung für ihr Kind brauchen.“