CDU-Stadtverband Neuss beteiligt sich an Grundsatzdebatte der Bundespartei

Dem Ruf der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, sich an der jüngst gestarteten Diskussion über das Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands zu beteiligen, folgt der Stadtverband der CDU-Neuss. Die CDU müsse für sich klären, was sie unter Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verstehe. "Die neuen globalen Herausforderungen machen diese Diskussion notwendig", so der CDU-Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings. Er stellte daher auf der jüngsten Mitgliederversammlung der CDU den Mitgliedern einen Plan für diese Diskussion vor. Dies stieß auf einhellige Zustimmung. Zwar richte sich der Aufruf der Bundespartei vorrangig an die Kreisverbände, doch der Stadtverband Neuss wolle sich ebenfalls in die Diskussion einbringen und hat nach Ansicht von Geerlings auch das Potenzial dazu.

Zu einer Diskussion gehöre eine breite Beteiligung, wie dies bestens etwa mit den Vereinigungen und Arbeitskreisen der Neusser Partei funktionieren könne. Gezielte Veranstaltungen zu den Schwerpunktthemen gehörten dazu. So könne auf vorhandenen Strukturen aufgebaut werden, etwa mit den neu ins Leben gerufenen "C-Veranstaltungen", die sich mit Werte-Themen auseinandersetze. Im September folge z.B. eine Veranstaltung zur Palliativ-Medizin, die gemeinsam von Frauen-Union und Junge Union derzeit vorbereitet werde. Der Arbeitskreis Familie unter der Leitung der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Sabine Hustedt werde zudem über das Familienbild beraten. Elterngeld, Ehegatten-Splitting oder das neu in die Diskussion eingebrachte Familien-Splitting seien hoch aktuelle Themen. CDU-Stellvertreter Klaus-Karl Kaster behandle insbesondere soziale Fragen, beispielsweise, wie das gesellschaftliche Miteinander einer Stadt wie Neuss auch in der Zukunft erfolgreich zusammengehalten werden könne. "Was erfolgreich in Neuss in den vergangene Jahrzehnten erarbeitet worden ist, kann man auch der Bundespartei von der Basis aus mitteilen", so Kaster.

Geerlings unterstreicht, dass für die CDU die Familie Leitbild ist und bleibt, trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen. "Auch die Grundwerte von Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit dürfen nicht in Frage gestellt werden, ebenso wie das christliche Menschenbild", so der Vorsitzende. "Dieses Menschenbild, nach dem jeder Mensch als einzigartiges Geschöpf Gottes respektiert wird und deshalb niemals seiner Würde beraubt werden darf, ist und bleibt unser Fundament, der Markenkern der CDU, der uns von unseren politischen Mitbewerbern unterscheidet".

Die Ergebnisse der Neusser Diskussion sollen zusammengeführt und an die Bundespartei weitergegeben werden. Bereits die ersten Regionalkonferenzen hätten gezeigt, dass Bundespartei und Basis nicht in allen Punkten gleiche Ansichten teilen, etwa bei Fragen der Wirtschafts- und Steuerpolitik, aber auch gesellschaftlichen Fragen, wie es sich in der Familienpolitik aktuell zeige. "Das lässt spannende Diskussion erwarten", so Geerlings.