CDU-Stadtentwicklungskonferenz bekräftigt die Herausnahme der Straßenbahn für eine Weiterentwicklung der Innenstadt

Foto: Jens Küsters

Anlässlich des Stadtparteitages der CDU im Oktober 2006 zum Thema „Neuss 2035 - Stadtentwicklung im Lichte demographischer Herausforderuingen“ wurde von den Teilnehmern des Arbeitskreises I „Urbanes Leben in der Innenstadt“ der Wunsch geäußert, über die dort vorgetragenen konkreten Handlungsfelder weiter zu diskutieren. Die Fortsetzung im gut gefüllten CDU-Sitzungssaal fand ein großes Echo unter den Mitgliedern, aber auch eine Reihe von weiteren Gästen waren anwesend.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte der Vorsitzende des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung Karl Heinz Baum noch einmal die Zielsetzung der CDU, die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Stadt unter den sich verändernden Rahmen-bedingungen zu erhalten, zu stärken und weiterzuentwickeln. Hierzu diene das auf Antrag der CDU vom Rat auf den Weg gebrachte Stadtentwicklungskonzept Neuss 2020+.
Herr Beigeordneter Stefan Pfitzer, Dezernent für Stadtentwicklung und Bauordnung der Stadt Neuss, referierte sodann über die in der Innenstadt zur Zeit anstehenden konkreten Handlungsfelder:
  • Entwicklung der Hafenmole und Entree zum Hafenbecken,
  • Bebauung des ehemaligen Busbahnhofs,
  • Galopp sucht mehr,
  • Weitere Umgestaltung der Innenstadt,
  • Neuss-Arcaden / Kastell-Center
  • Aufwertung der „Münze“,
  • Verschönerung des Hauptbahnhofes und seines Umfeldes,
  • Ausbau der südlichen Further Straße,
  • Bebauung auf dem Gelände des alten Güter-/Containerbahnhofes,
  • Wohnbebauung „nördliche Feldstraße“ und „Bataverstraße“ und
  • Stärkung der eigenständigen Charaktere der Stadtteile.
Sehr schnell stellte sich aufgrund des bevorstehenden Ratsbürgerentscheids in der sich anschließenden Diskussion die Frage nach der Herausnahme der Straßenbahnlinie 709 aus dem Hauptstraßenzug, die von den ca. 50 Teilnehmern mit einem eindeutigen „Ja“ bei 4 Gegenstimmen und einer Enthaltung beantwortet wurde. „Die Attraktivität der Innenstadt ist in den letzten Jahren gegenüber anderen Städten gesunken; wir müssen handeln“, so Planungsexperte Baum.

Nach den Argumenten zu dem bekräftigendem Ja der CDU befragt, erklärte Baum weiter, dass es sich hierbei nicht um eine ideologische Frage handele. Die CDU ließe sich vielmehr von zwei wesentlichen Faktoren leiten. Zum einen gehe es um die Steigerung der Attraktivität der Innenstadt (Stichwort: Fußgängerzone), und zum anderen um die sinnvolle Verwendung von Steuermitteln. Bekanntlich stehe eine dringende Sanierung der Schienen und eine notwendige Kanalerneuerung auf dem Hauptstraßenzug an. Sind diese Maßnahmen mit hohen Investitionskosten erst einmal erfolgt, sei eine andere Entscheidung auf Jahre nicht mehr möglich. Deshalb stelle sich die Frage: „Wenn nicht jetzt, wann dann?!