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Aus für das Kolping-Bildungswerk

CDU-Politiker entsetzt über „Kolping-Aus“

02.08.2004 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 2. August 2004

„Mir verging der Appetit auf das morgendliche Frühstück, als ich den NGZ-Artikel zum Aus für das Kolping-Bildungswerk las“, so CDU-Ratsfrau Anna Maria Holt, die auch Vorsitzende des Sozialausschusses ist. Alle für Neuss ausgeschriebenen berufsvorbereitenden Maßnahmen werden ab September 2004 an gewerbliche Anbieter vergeben.

Holt: „Somit hat ein neues Ausschreibungs-Verfahren und das Diktat des von der Bundesregierung angesetzten Rotstiftes gewonnen. Können kurzfristig Billiganbieter die bisherige pädagogisch wertvolle Arbeit in den verschiedenen Einrichtungen gewährleisten?“ Qualitätsvolle Ausbildung sei das Markenzeichen des seit 29 Jahren tätigen Bildungswerkes gewesen: „Eine wesentliche Aufgabe bestand in der individuellen Förderung der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft.“

„Mit einem Federstrich werden bewährte und verlässliche Strukturen, die auf die Zukunft von Jugendlichen ausgerichtet waren, zerstört“, kritisieren die beiden CDU-Ratsfrauen Waltraud Beyen und Ulla von Nollendorf. „Ohne qualifizierte Schulabschlüsse, ohne fundierte berufliche Ausbildung und ohne das Erlernen werteorientierten Tugenden haben Schüler in der Zukunft keine Chance auf einen Arbeitsplatz“, kommentiert Holt erschüttert die sich abzeichnende Situation. Ein „Fünkchen Hoffnung“ mag keimen, wenn Thomas Nickel, Vorsitzender des Jugendhilfe-Ausschusses zusammen mit Ratsfrau Holt fordert:

„Wir werden dafür kämpfen, zusammen mit Stadt und Rhein-Kreis die auf hohem Standard stehenden Einrichtungen zu erhalten, um bestimmte Projekte auch künftig weiter anbieten zu können.“