CDU-Landesparteitag folgt einstimmig Neusser Antrag für eine neue Schulart in NRW

Andreas Hamacher
Andreas Hamacher

„Für uns Neusser war der Landesparteitag der CDU in Siegen ein voller Erfolg“, erklärt der schulpolitische Sprecher der Neusser CDU, Andreas Hamacher. „Wir freuen uns sehr, dass der Landesparteitag einstimmig unserem Vorschlag gefolgt ist, eine neue Schulform in NRW einzuführen: die christlich-ökumenische Bekenntnisschule“, so Hamacher weiter.

Mit diesem Beschluss setze die CDU im Land ein klares Zeichen für den Erhalt und die Ausweitung des Bekenntnisschulangebotes. Mit der neuen Schulart könnte vielen Schulen, die in den zurückliegenden Jahren auch im Rhein-Kreis Neuss aufgrund des praktizierten Aufnahmeverfahrens und rückgängiger Schülerzahlen des jeweiligen Bekenntnisses von Bekenntnis- in Gemeinschaftsschulen umgewandelt worden sind, die Möglichkeit eröffnet werden, ihr christliches Schulprofil zurückzugewinnen.

„Viele Eltern haben sich in der Vergangenheit bewusst für die Beschulung ihrer Kinder an einer Bekenntnisschule entschieden, selbst wenn sie einem anderen Bekenntnis angehören, als es im jeweiligen Schulprofil ausgewiesen ist", so Hamacher. Ein wesentlicher Grund sei der Wunsch der Eltern nach einer besonders werteorientierten Beschulung ihrer Kinder.

Die CDU habe es darüber hinaus stets mit großer Sorge gesehen, dass etwa evangelische Kinder an katholischen Bekenntnisschulen erst nachrangig berücksichtigt wurden, obwohl beide Konfessionen viele Gemeinsamkeiten miteinander verbinden.

„An Gemeinschaftsschulen, die keinerlei christlichen Bezug aufweisen, werden etwa das Feiern des Martinsfestes, das vorweihnachtliche Adventssingen oder auch das gemeinsame Morgengebet immer häufiger in Frage gestellt, wenn einige wenige Eltern dem widersprechen. Sollten sich auch im Landtag Mehrheiten für die Etablierung der christlich-ökumenischen Bekenntnisschule finden, können sich Schulen künftig für ein christliches Profil entscheiden, ohne an eine spezielle christliche Konfession gebunden zu sein. Hierin sehen wir nicht zuletzt auch ein starkes Zeichen im Sinne gelebter Ökumene“, so Hamacher abschließend.