CDU gemeinsam gegen wilde Graffitis am Römerturm

Graffiti gab es schon in der Antike, ob allerdings in der Römerzeit auch schon der Wachturm zwischen Uedesheim und Grimlinghausen von Barbaren beschmiert wurde, ist nicht überliefert. Nachgewiesen ist jetzt allerdings, dass der rekonstruierte Römerturm auf dem Reckberg in der Neuzeit mit bunten Graffitis besprüht wurde. Grund genug für die beiden Stadtverordneten, Stefan Crefeld (Uedesheim) und Dr. Johannes Schmitz (Grimlinghausen), sich der Sache gemeinsam anzunehmen.

"Das Erscheinungsbild des Turmes wird durch die wilden Graffitis massiv gestört" betont Crefeld "und strafrechtlich liegt eine Sachbeschädigung vor." Zusammen mit dem sachkundigen Bürger Uwe Ritterstaedt hat der Ratsherr mittlerweile einen Antrag im Bezirksausschuss (BZA) Uedesheim gestellt und die Verwaltung mit der Entfernung der Schmierereien beauftragt. Der mit eindeutigen Fotos untermauerte CDU-Antrag wurde einstimmig von allen Parteien im BZA unterstützt.

Der Turm an der ehemaligen römischen Rheinuferstraße wurde zwar 1991 mit Spenden von Bürgerinnen und Bürgern aus Uedesheim errichtet, steht aber auf dem Gebiet von Grimlinghausen. So kam es, dass sich zeitgleich auch Dr. Johannes Schmitz mit dem Vandalismus an der historischen Rekonstruktion beschäftigte. Auch er kann nichts Schönes an den Schriftzügen finden und erinnert, dass die Entfernung der Graffitis oft mit hohen Kosten verbunden ist. Schnell entsteht so ein höherer Schadensanspruch gegen die Sprayer. Der Nachbau befindet sich unweit der Stelle, an der im 1. Jahrhundert n. Chr. ein Wachturm den Schiffsverkehr auf dem Rhein und die Grenze des Römischen Reiches kontrollierte.

Die drei engagierten Kümmerer hoffen nun gemeinsam, dass jetzt eine schnelle Reinigung durch die Verwaltung erfolgt. Crefeld weiß, dass besprühte Wände auch schnell weitere Sprayer anlocken. Grundsätzlich gibt es in Neuss auch erlaubte Sprühflächen mit klaren Regeln, aber häufig fehlt es den Sprayern dort an dem erhofften Nervenkitzel des Verbotenen. Und dafür gibt es von den drei Initiatoren ein klares Urteil: Daumen runter!