CDU-Fraktionsvorsitzender kritisiert Rhein-Kreis und Landschaftsbeirat

Mit Unverständnis nimmt CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Sahnen MdL den Brief des Umweltamtes des Rhein-Kreises Neuss zum Thema Rennbahn zur Kenntnis. „Bereits vor zwei Jahren hat es zur Fußball-WM nach einem vergleichbaren Konzept „Public TV“ auf der Rennbahn gegeben. Was sollte sich seitdem geändert haben?“ kann sich Sahnen nur wundern. Ebenso könne dem Kreisumweltdezernenten nicht recht abgenommen werden, dass es nicht „ums Verhindern“ gehe. Schließlich wisse auch der Kreis, dass sich Neuss sehr um ein tragfähiges Konzept für die Rennbahn bemüht habe. Es sei sehr bedauerlich, dass nun erst – nach einer im Stadtrat gefundenen Lösung, deren Realisierung unmittelbar bevor stehe – Bedenken von dieser Tragweite geäußert werden.

Gleiches sei auch dem Vorsitzenden des Landschaftsbeirats, Rainer Lechner, entgegen zu halten, der selbst Neusser ist. Zweifellos sei es richtig, Umweltbelange im angemessenen Umfang zu berücksichtigen, allerdings müsse dabei auch eine sinnvolle Abwägung für die Menschen in diesen Lebensräumen vorgenommen werden. Ob daher kulturhistorische Aspekte, wie der „Rest der Bergischen Wiesen“, im Vordergrund stehen sollten, sei zumindest fraglich.

Ziel der CDU-Stadtratsfraktion bleibe die Realisierung des Projekts, in dem ganz ausdrücklich die Rennbahn auch als „Grüne Lunge“ verankert sei. Insofern müssten Gespräche nun zeigen, ob es einen nutzbaren Ermessensspielraum in der Gesetzeslage gebe oder ob der Landschaftsschutz tatsächlich aberkannt werden müsse, um die Gestaltung nach den vorliegenden Plänen zu realisieren.