CDU-Fraktion diskutiert die Auslegungsvorlage des neuen Flächennutzungsplans

„Der fertige Flächennutzungsplan wird unsere Version von Neuss bis zum Jahr 2030 darstellen. Er ist die Grundlage der zukünftigen Stadtplanung und definiert, wo und in welchem Umfang aus heutiger Sicht Neuss wachsen soll“, fasst Natalie Panitz, Vorstandsmitglied der Jungen Union und sachkundige Bürgerin, die Funktion des in der Entwicklung befindlichen Flächennutzungsplans zusammen. Dieser liegt aktuell für alle Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung noch bis zum 16.03.2018 öffentlich aus.

Die CDU-Fraktion nahm die öffentliche Auslegung zum Anlass, ihre Mitglieder über den aktuellen Stand des Verfahrens zu informieren und die einzelnen Neuausweisungen von Wohn-, Gewerbe- und Mischgebieten zu diskutieren. Natalie Panitz, die im Auftrag des Fraktionsvorstandes die Sitzung vorbereitet hatte und der Fraktion die Einzelheiten des Plans in einem Vortrag erläuterte, sieht nach der Diskussion den Flächennutzungsplan auf einem guten Weg: „Neuss ist eine wachsende Stadt. Diese positive Entwicklung bringt natürlich eigene Herausforderungen mit sich, denen wir mit der Entwicklung des neuen Flächennutzungsplanes begegnen. Die meisten der neu ausgewiesenen Flächen haben von unserer Fraktion daher einhellige Zustimmung erfahren.“

Die CDU-Fraktionsvorsitzende, Helga Koenemann, ergänzt: „Einige Ausweisungen im neuen Flächennutzungsplan bedürfen jedoch noch einer intensiveren Diskussion. Die für Neuss wichtige Ausweisung von Gewerbeflächen zum Beispiel darf in Norf nicht zu Lasten der dortigen Anwohner vorgenommen werden. Bevor es zu einer Erweiterung des Gewerbegebietes in Norf kommt, muss daher in jedem Fall eine verkehrliche Entlastung hin zur zukünftigen Autobahnanschlussstelle Delrath gefunden und gebaut werden.

Ebenso sieht unsere Fraktion die neu vorgesehene Ausweisung des Wendersplatzes als Mischgebiet und die Nordseite der Hammer Landstraße als Gewerbegebiet und nicht mehr wie bisher als Industriegebiet kritisch. Wir wollen den Hafen als für Neuss wichtiges Industriegebiet schützen und eine sich nähernde Wohnbebauung verhindern. Denn nur mit einer starken Wirtschaft und den daraus resultierenden Gewerbesteuerzahlungen sind viele Leistungen unserer Stadt im Bereich Sport, Kinderbetreuung, Kultur und Soziales erst möglich.“