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CDU-Fraktion besorgt über Pläne des Landrates zur Wirtschaftsförderung

04.04.2001 1 Minute Lesezeit

    Die Neusser CDU-Fraktion betrachtet mit großer Sorge die geplante Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Neuss. In ihrer vergangenen Sitzung befasste sich die Mehrheitsfraktion mit dem Thema, nach dem Bürgermeister Herbert Napp im Hauptausschuß einen Bericht über das Vorhaben gegeben hatte. Der Landrat hatte in der jüngsten Bürgermeisterkonferenz die Absicht des Kreises erläutert, eine GmbH zu gründen, die die Wirtschaftsförderung für den Kreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden betreiben will.

    Eine solche Gesellschaft soll sich nach Angaben des Kreises nicht wie die bisherige Wirtschaftsförderung des Kreises auf Werbung für den Standort „Kreis Neuss“ beschränken, sondern darüber hinaus in das o-perative Geschäft einsteigen und konkret Firmen anwerben sowie eine Bestandspflege betreiben. „Die vom Landrat geplante Wirtschaftsförderungsgesellschaft tritt in direkte Konkurrenz zur erfolgreichen Arbeit der Stadt Neuss“, warnt CDU-Stadtverordneter Ernst Freistühler, Vorsitzender der Wirtschafts- und Liegenschaftsausschusses in Neuss.

    Freistühler befürchtet besonders eine Wettbewerbsverzerrung, da der Kreis in seinen Zuständigkeiten gleichzeitig auch Aufsichts- und Genehmigungsbehörde ist. Die CDU-Fraktion beschloß auf der Grundlage der ihnen vorliegenden Informationen, den Kreis aufzufordern, alles zu unterlassen, was eine solche ungückliche Konkurrenzsituation herbeiführt. Der Kreis solle sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und alles unterlassen, was der Stadt Neuss schade. Freistühler: „Das Vorgehen des Landrates ist kontraproduktiv, gefährdet die Arbeit vor Ort und kann von uns mit Blick auf unsere bislang erfolgreiche und anerkannte Wirtschaftsansiedlung nicht hingenommen werden.“