CDU: Drogenkriminalität ganzheitlich bekämpfen

Die Neusser CDU will die Drogenkriminalität ganzheitlich bekämpfen. Dazu gehören nicht nur Ordnungs- und Polizeimaßnahmen, sondern auch sozialpolitische Schritte, um die Probleme an der Wurzel zu fassen. Nach einer umfangreichen Diskussion im Neusser Sozialausschuss am vergangenen Donnerstag herrscht in dieser Frage parteiübergreifend Einigkeit; ein Konzept dazu soll themen- und ausschussübergreifend noch in diesem Jahr erarbeitet werden.

„Als sich im Herbst des vergangenen Herbst Anwohner des Marienkirchplatzes mit ihren Beschwerden über die Drogenszene dort an die Öffentlichkeit gewandt hatten, war das wie ein ,Stich ins Wespennest‘. Seitdem häufen sich Klagen, etwa über Drogenhandel und -konsum auf Spielplätzen. Aus diversen Stadtteilen hören wir, dass eine Verdrängung von der Bahnhofsgegend in andere Viertel stattfindet“, sagt Thomas Kaumanns, Jugend- und Sozialpolitiker der CDU Neuss. „Wenn wir die Drogenkriminalität in Neuss erfolgreich bekämpfen wollen, dann müssen wir das ganzheitlich tun, dann gehören Ordnungs- und Polizeimaßnahmen sowie sozialpolitische Maßnahmen untrennbar zusammen.“ Ein verstärkter Einsatz von Polizei und Ordnungsdiensten führe in erster Linie zu einer Verdrängung der Drogenhändler und -konsumenten und sei deshalb allein nicht zielführend. Umgekehrt würden soziale Maßnahmen wie präventive Angebote oder aufsuchende Arbeit der Drogenberatung auch immer nur einen Teil der Klientel erreichen. „Dealer auf der Durchreise“ etwa würden davon nicht erreicht.

In einer gemeinsamen Sitzung von Jugendhilfeausschuss, Sozialausschuss und Hauptausschuss sollen verschiedene mögliche Schritte im Kampf gegen die Drogenkriminalität erörtert werden. „Wir werden im Vorfeld umfangreiche Fragen an Polizei und Ordnungsdienst, Drogenberatungsstelle, Jugendamt und andere richten, damit wir eine gute Entscheidungsgrundlage haben“, so Kaumanns. „Es ist gut, wenn dann die verschiedenen Handlungsansätze zu einem ganzheitlichen Konzept zusammengeführt werden. Von dieser Sitzung muss aber auch eine klare Aussage ausgehen: Drogenkriminalität wird in Neuss nicht toleriert!“