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Die "Jobbörse" war ein Erfolg für alle Teilnehmer

Brücke zwischen Schülern und Firmen

18.07.2002 2 Minuten Lesezeit
Junge NGZ vom 18.7.2002

Der Jurist, JU-Vorsitzende und Organisator, Dr. Jörg Geerlings, bezeichnete die vierte Veranstaltung dieser Art als eine "Brücke zwischen den Schülern und den Unternehmern". Die Kammern und Fortbildungswerke kamen in Kontakt mit den Schülern und damit auch mit ihren möglichen Auszubildenden. Der Organisator der "Jobbörse" verwies darauf, dass dadurch auch die Suche nach Ausbildungsplätze erleichtert würde.

Aus seiner Sicht seien im Kreisgebiet genügend Plätze vorhanden, obwohl es eine "allgemein schlechte wirtschaftliche Lage" gäbe. Im Kreishaus waren Jung und Alt versammelt und freuten sich über Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Quiring-Perl und der Bundestagsabgeordnete und Schirmherr der Veranstaltung, Hermann Gröhe, nahmen die "Jobbörse" etwas genauer unter die Lupe.

JU-Vorsitzender Geerlings sprach von "ein paar Defiziten", die im nächsten Jahr ausgebessert werden sollen: Es sollen "alle Schulformen gleichförmig vorhanden" sein. Leider war die Motivation der Lehrer zu einem Besuch am vorletzten Schultag nicht mehr sehr groß. Die fünfte "Jobbörse" werde also, so Geerlings, in Absprache mit ähnlichen Institutionen, im Herbst stattfinden. Die Versammlung von Schülern und Ausstellern diente dazu, fehlende Informationen über den Wunschberuf einer angehenden Hotelkauffrau im Neusser Swisshotel oder eines angehenden Mechanikers im DaimlerChrysler-Werk zu vermitteln.

Die Aussteller standen allen Besuchern zur Verfügung und beantworteten viele Fragen: Die Bundeswehr, die Dresdner Bank und die Nestlé Deutschland AG waren unter anderem an der Neusser "Jobbörse" beteiligt. Nette Werbegeschenke und leckere Schokoladenwaren zogen die Schüler an die Stände - so wurden die Jugendlichen ermuntert, viele Fragen zu ihrem Traumjob zu stellen. Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) war auch unter den Ausstellern vertreten.

Zeitweise umzingelten viele Interessenten die Vertreter der NGZ, und Sebastian Cremerius (20) hatte die Möglichkeit, Rede und Antwort über sein "Orientierungsprakikum bei der NGZ" zu stehen. Er durfte in alle Bereiche der NGZ "reinschnuppern": ob Grafik, Marketing, Vertrieb oder Online-Redaktion - die Vielseitigkeit des Praktikums gefalle ihm gut. Ganz ähnlich ging es auch bei den anderen Ausstellern zu. Christine Gastroph, die Auszubildende einer Hotelkette, stellte fest, dass Interesse am Beruf des Hotelkaufmanns "auf jeden Fall" bestände.

Sie erzählte vom allgemeinen Berufsbild ihrer Arbeit: Die unterschiedlichen Abteilungen des Hotels, die Länge der Ausbildung und die Zukunftschancen seien das Hauptinteresse der Schüler gewesen. Jan Machan ist angehender Mechaniker im Daimler Chrysler-Werk. Auch er sprach von einem großen Andrang zu Beginn der "Jobbörse". "Nur leider sind manche Mädchen etwas schüchtern", bedauerte er mit einem Zwinkern. Ein Erfolg der Veranstaltung war bei der Besucherin Eva (14) zu vermelden.

Ihr hat der Beruf des Rechtsanwalts imponiert. Sie möchte gerechte Urteile aussprechen und "vielleicht komme ich auch wie Barbara Salesch ins Fernsehen", sagte die Realschülerin grinsend.