Bestellte SPD-Umfrage ist unseriös und peinlich

Zur bestellten Umfrage der SPD erklärt der CDU-Parteivorsitzende, Dr. Jörg Geerlings:

„Der CDU und unserem Bürgermeisterkandidaten Thomas Nickel sind die Anregungen, Sorgen und Nöte der Menschen in unserer Stadt durch viele Gespräche und persönliche Treffen bekannt. Die CDU nimmt diese auf und versucht im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten Verbesserungen zu erzielen. So haben wir in diesem Jahr z. B. die Tagesmütter gestärkt, die Betreuung von ALG II-Empfänger verbessert, den preiswerten Wohnungsbau vorangetrieben und mehr in die Ordnung und Sauberkeit unserer Stadt investiert.

Des Weiteren wurde auch in der Presse regelmäßig über neue Herausforderungen und entstandene Defizite berichtet. Die Studie erzielt also keinen inhaltlichen Mehrwert, sondern bestätigt höchstens das, was jeder bereits weiß, wobei die genauen Angaben aufgrund der methodischen Schwächen fragwürdig sind.

Denn die Umfrage ist weit davon entfernt, repräsentativ zu sein. Um genehme Ergebnisse zu bekommen, wurden Bürgerinnen und Bürger aus traditionell bürgerlichen Wohngebieten bewusst von der Befragung der SPD ausgenommen. Damit liegt der Verdacht nah, dass speziell Bevölkerungsgruppen befragt werden sollten, bei denen davon ausgegangen wurde, eine bestimmte SPD-konforme Meinung zu vertreten. Das ist peinlich.

Über das Internet hat es außerdem die Möglichkeit gegeben, sich an der Umfrage mehrmals zu beteiligen. Wurde hier etwa am Ergebnis gedreht? Dabei wurde zudem nicht angegeben, welchem Zweck die Studie dient oder wer sie in Auftrag gegeben hat. Sie wurde schlicht ‚Projektarbeit: Wohnen in Neuss‘ genannt. Das ist falsch und verschleiernd. Und das von einer Partei, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach Transparenz schreit. Man sieht: Ein reines Lippenbekenntnis!

Es liegt nahe, dass besonders SPD-Anhänger auf die Umfrage aufmerksam gemacht wurden und diese teils mehrfach daran teilgenommen haben.

So ist die Studie reines Wahlkampfgetöse. Sie bietet keinen neuen Erkenntnisgewinn und zeigt keine Lösungsvorschläge auf. Sie war durch die Mehrfachabstimmungen manipulierbar, wurde vermutlich unter Sozialdemokraten verteilt und es wurden bürgerliche Wahlbezirke bei den Vor-Ort-Umfragen nicht berücksichtigt, um genehme Ergebnisse zu erreichen. Das ist unseriös.

Die Studie ist damit nicht, wie sie suggeriert, repräsentativ, wissenschaftlich oder objektiv, sondern ein billiger und durchschaubarer Manipulationsversuch der Bürgerinnen und Bürger. Eine alte demokratische Partei wie die SPD sollte sich dafür schämen.“