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Arbeitskreis Kultur

Besichtigung der Neusser Stadtbefestigung

22.05.2002 1 Minute Lesezeit

    Unter sachkundiger Führung von Dipl. Ing. Otto Saarbourg machte sich der CDU-Arbeitskreis Kultur auf den Weg, den Zustand der Stadtbefestigung und Stadtmauer zu erkunden. Angeregt durch ein interessantes Referat der Stadtarchäologin Sabine Sauer, die ebenfalls auf die stadtgeschichtliche Bedeutung Stadtmauer hingewiesen hatte, wollten es die Christdemokraten nun genauer wissen.

    Und Otto Saarbourg gelang es, die anwesenden Kulturpolitiker mit seinen detailreichen Schilderungen in den Bann zu schlagen. Beginnend vor dem Vogthaus, einem nunmehr interessant und harmonisch gestalteten Platz, wurde der Rundgang schnell zu einer anschaulichen Lehrstunde in Stadtgeschichte. Die Stadtmauerreste beispielsweise gegenüber dem Rheintorparkhaus neben dem Durchgang zur Stadtbücherei sind zwar durch eine Tafel der Neusser Heimatfreunde bezeichnet, aber trotzdem für den „neuss-unkundigen“ Besucher und Bürger durch allzu dichte Bepflanzung fast unsichtbar.

    Die Teile der Stadtmauer an der Batteriestraße bedürfen nach Ansicht des sachkundigen Führers Saarbourg dringend einer Restaurierung, um so auf die hölzernen Stützen verzichten zu können. Auch sollten mit ursprünglichen Materialen die vorhandenen Löcher gestopft werden. Der Kehlturm sei zur Zeit zu wenig als Teil der historischen Stadtbefestigung erkennbar, führte Saarbourg aus. Zudem solle über eine Nutzung des alten Gemäuers nachgedacht werden.

    Nach dem instruktiven Rundgang will der Arbeitskreis Kultur unter der Leitung der stellvertretenden Parteivorsitzenden Dorothea Gravemann in einer der nächsten Sitzungen einen Antrag entwickeln, der die Stadtbefestigung wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken soll. Dazu gehört die Sicherung der Bausubstanz ebenso wie eine anschauliche Beschilderung und eine Kartographische Darstellung, die Besuchern und Einheimischen einen guten Überblick verschaffen soll.