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Ausklang und Einstimmung

03.09.2005 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 3. September 2005

Überzeugen musste und wollte Hermann Gröhe gestern Abend kaum einen seiner Gäste. Das war aber auch gar nicht erforderlich, denn der „Auftakt zum Wahlkampf-endspurt“ diente in erster Linie dazu, die eigenen Parteigänger zu motivieren. So feierte der Neusser Bundestagsabgeordnete und CDU-Kandidat im Wahlkreis 109 (Dormagen, Grevenbroich, Neuss und Rommerskirchen) mit knapp 300 Unterstützern ein fröhliches Sommerfest. Bei kühlem Altbier vom Fass und stärkendem Spießbraten vom Caterer Leopold Matzner jun. stimmte sich die christdemokratische Corona auf die „entscheidenden zwei Wahlkampf-Wochen“ ein.

Viel gefragte Gesprächspartner waren unter anderem Landrat Dieter Patt, Bürgermeister Axel Prümm (Grevenbroich), die Vize-Bürgermeister Thomas Nickel (Neuss) und Hans Sturm (Dormagen) sowie die Landtagsabgeordneten Heinz Sahnen und Karl Kress. So kam es auf Gut Gnadental auch zu Stunden ungezwungener Begegnungen für CDU-Mitglieder aus vier Stadt- und Gemeindeverbänden. Es waren auch Begegnungen zwischen zwei Schützenfesten: Die Neusser Schützen unter den Christdemokraten haben die Uniformen am Dienstag ausgezogen, die Grevenbroicher ziehen sie am Wochenende an. Das Sommerfest als Ausklang und Einstimmung.

Ehe Hausherr Burkhardt Zülow das Hausrecht für kurze Zeit an den Wahlkämpfer Hermann Gröhe abtrat, machte auch er in einer kurzen Ansprache aus seiner Unternehmer-Seele keine Mördergrube, wünschte „Glück und Erfolg“ für den Urnengang am 18. September. Die verbale Attacke auf den politischen Gegner ritt dann der Neusser CDU-Chef Dr. Jörg Geerlings: „Rot-Grün hat uns sieben teure Jahre beschert.“

Passend zum Sonnenschein zeigte sich Gröhe seinen Anhängern gut gelaunt und „zuversichtlich, aber nicht übermütig“. Er trat vehement für einen „wirklichen Politikwechsel“ ein, den nur eine bürgerliche Koalition aus CDU/CSU und FDP herbeiführen werde. Einer großen Koalition erteilte er eine Absage; bezeichnete sie als „halbherzig“. Wenn Rot-Rot-Grün eine rechnerische Mehrheit hole, würde sie Realität: „Wer dann in der SPD Widerstand leistet, wird in die Wüste geschickt.“