#fürneuss

Startseite
Ausbildungsplatzabgabe löst Probleme nicht

Ausbildungsoffensive der Bundesregierung ist gescheitert

15.09.2003 1 Minute Lesezeit

    Dr. Jörg Geerlings

    Dr. Jörg Geerlings

    Einen traurigen Nachkriegsrekord stellt wieder einmal der Arbeitsmarkt auf, diesmal im Bereich des Lehrstellenmarktes. So sind noch fast 168.000 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle, und dies bis zum 30. September. Zwar stehen dem 54.600 offene Ausbildungsstellen gegenüber, doch reicht dies bei weitem nicht, um den Bedarf zu decken.

    „Groß angelegte und millionenschwere PR-Kampagnen mit großflächigen Anzeigen spielen Handlungsfähigkeit der Bundesregierung vor“, so der stellvertretende CDU-Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings. Davon profitiere allenfalls das rot-grüne Erscheinungsbild; den Jugendlichen helfe diese Hochglanzpolitik nicht.

    Erneut spricht sich die CDU Neuss gegen eine Ausbildungsplatzabgabe aus, die allenfalls zu erhöhter Bürokratie führe. Dies zeige sich insbesondere aus den Erfahrungen in der Bauindustrie, die seit 1987 über eine Ausbildugsumlage verfüge. Alle Betriebe zahlen dort einen Anteil an der Brutto-Lohn-Summe in einen Fonds, der den ausbildenden Betrieben teilweise erstattet wird. Das Ergebnis sei ernüchternd, so Geerlings, denn trotz dieses Verfahrens sei die Zahl der Ausbildungsplätze innerhalb von fünf Jahren von 100.000 auf rund 44.000 im Jahre 2002 zurückgegangen.

    Benötigt werde eine Reform des Berufsbildungsgesetzes, damit der erste Lehrstellenmarkt gestärkt werde. Das Berufsbildungsrecht sei so zu reformieren, dass die Berufsausbildung wieder stärker an den betrieblichen Aufgaben orientiert sei. Geerlings: „Ausbildung muss sich wieder lohnen – für die Betriebe und die Auszubildenden!“