Arbeitsgruppe Industrie / Gewerbe / Dienstleistungen / Handel / Finanzen legt konkrete Ergebnisse vor

Auf dem Stadtparteitag im vergangenen Oktober hatten die Leiter der Arbeitsgruppen (Karl-Heinz Baum, Klaus Karl Kaster und Karlheinz Irnich) gemeinsam mit dem CDU-Vorsitzenden Dr. Jörg Geerlings Mitgliedern und Gästen vorgeschlagen, die Themen der einzelnen Arbeitsgruppen fortzusetzen. Dies fand seinerzeit großen Anklang. Mit einer gut besuchten und diskussionsfreudigen Runde unter Leitung von Karlheinz Irnich fand die dreiteilige Fortsetzung des CDU- Stadtparteitags zu Themen rund um den Bereich „Stadtentwicklung“ in der vergangenen Woche ihr vorläufiges Ende.

Mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Handel wurden die Themenbereiche: Synergien aus Forschung und Entwicklung in Neuss, Clusterbildung, Stadtmarketing und Lebenszeitzyklen für Gewerbegebiete intensiv beraten.

Im Ergebnis wird dem CDU-Parteivorstand vorgeschlagen, drei Anträge zu initiieren. Zum einen soll ein schlagkräftiges Stadtmarketing mit klarer Führung, die auch eine Selbstständigkeit aufweist, unter Einbeziehung von Kommune, Wirtschaft und Handel aufgebaut werden. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, Forschung, auch private, stärker als Standortfaktor zu präsentieren und in die Clusterbildung einzubringen. Neben der Lebensmittelbranche bieten sich dafür vor allem die Gesundheits- und die Logistikwirtschaft an. Für letztere ist die Schaffung einer Logistikakademie anzuregen. Und schließlich wird empfohlen, ein Gewerbeflächenmanagement zu entwickeln, damit u.a. mit den bestehenden Ressourcen schonend umgegangen wird und nicht ziellos Flächen verbraucht werden. Hier können Synergien zum Beispiel dadurch entstehen, dass gezielt Firmen eines Clusters gemeinsam angesiedelt werden. Hier soll mehr auf die Bedürfnisse der Partner vor Ort eingegangen werden.

„Das war eine sehr produktive Runde“ freut sich Karlheinz Irnich über die gelungene Veranstaltung. „Ich freue mich, dass der Erfolgskurs des Stadtparteitags Stadtentwicklung fortgesetzt werden konnte und Mitglieder sowie Sympathisanten zielgerichtet und ergebnisorientiert miteinander diskutiert haben“, ergänzt Parteivorsitzender Geerlings.

Nach dem notwendigen Beschluss im Parteivorstand werden der Stadtratsfraktion nun konkrete Vorschläge unterbreitet.


Hintergrund: Begriff Cluster:
Cluster können aus ökonomischer Sicht als Netzwerke von Produzenten, Zulieferern, Forschungseinrichtungen (z. B. Hochschulen), Dienstleistern (z.B. Design- und Ingenieurbüros) und verbundenen Institutionen (z. B. Handelskammern) mit einer gewissen regionalen Nähe zueinander definiert werden, die über gemeinsame Austauschbeziehungen entlang einer Wertschöpfungskette (z.B. Automobilproduktion) gebildet werden. Die Mitglieder stehen dabei über Liefer- oder Wettbewerbsbeziehungen oder gemeinsame Interessen miteinander in Beziehung.