Anwohner und Sportler werden an Planungen beteiligt

Ingrid Schäfer, Rolf Knipprath
Ingrid Schäfer, Rolf Knipprath

Sportler, Bürger und Verwaltung planen gemeinsam, wenn am 26. Mai das Werkstattverfahren zur Umgestaltung des Jahnstadions auf Initiative der Neusser CDU startet. „Wir freuen uns, dass alle Beteiligten an einem Tisch sitzen. Nur so können wir auch möglichst allen Interessensgruppen gerecht werden“, so Ingrid Schäfer. „Auch die Opposition muss dann Farbe bekennen, welche sportpolitischen Schwerpunkte sie setzen will – die CDU ist da längst in Vorleistung gegangen“, ergänzt Dieter Welsink (CDU), Vorsitzender des Sportausschusses des Kreistages. Die CDU habe verstanden, dass die Bürgerbeteiligung über das Werkstattverfahren ein wichtiges Mittel sei, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Sie warne aber auch davor, ergebnislos zu bleiben. Dies bedeute den Stillstand der innovativen Sportpolitik, deren Motor die CDU seit Jahrzehnten ist.

Das Werkstattverfahren zur künftigen Nutzung des Jahnstadions findet unter Anleitung und Moderation des bekannten Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) aus Stuttgart statt. „Mit dem Stuttgarter Institut haben wir einen Profi auf diesem Gebiet gefunden, der etliche Referenzobjekte vorweisen kann. Jetzt können wir mit Sportlern, Vereinen und Bürgern gemeinsam planen und so einen Konsens für alle Beteiligten finden“, so Sport-Expertin Schäfer, die als stellvertretende Fraktionsvorsitzende für die Bereiche Sport, Umwelt und Grünflächen zuständig ist.

Die Neusser CDU hatte sich im Vorfeld für ein Werkstattverfahren stark gemacht und für die Moderation durch das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung ausgesprochen. Die Planungsgruppe wird aus rund 30 Vertretern der vor Ort aktiven Vereine, der Bürgerinitiative „Rettet das Jahnstadion“, der Stadtverwaltung, der Fraktionen sowie der gewerblichen Anrainer bestehen.

Wenn die Teilnehmer des Werkstattverfahrens am „runden Tisch“ zusammenkommen, werden zunächst verschiedene Szenarien entwickelt, die anschließend Diskussionsprozesse in Gang setzen: „Am Ende steht dann ein Plan, den alle mittragen“, so Henrik Schrader aus dem Team des ikps. „Der Sport genießt in unserer Stadt einen hohen Stellenwert – und das soll auch so bleiben“, betont Rolf Knipprath, stellv. Sportausschussvorsitzender: „Ich freue mich, dass die Planungen für das Jahnstadion nun beginnen, und hoffe auf konstruktive Gespräche.“ Neben dem 26. Mai sind für das Werkstattverfahren zur Umgestaltung des Jahnstadions noch vier weitere Termine angesetzt: 17. Juni, 26. August, 29. September und 4. November 2009.