Anstieg der Hilfen zur Erziehung muss gestoppt werden!

Die CDU Neuss zeigt sich besorgt über die aktuelle Entwicklung der Hilfen zur Erziehung. In Neuss, aber auch bundesweit steigt der Bedarf stetig an; immer mehr Eltern benötigen Hilfen zur Erziehung, zu denen etwa Beratung, sozialpädagogische Familienhilfe oder schlimmstenfalls die Heimunterbringung von Kindern gehören. Diesen Trend möchte die CDU stoppen.

Die Zahl der Hilfebedürftigen in Neuss ist im Jahr 2014 immens gestiegen: Laut einem Bericht des Jugendamtes sind die Fallzahlen um ca. 15 Prozent auf rund 650 Fälle nach oben gegangen. Der kalkulierte Haushaltsansatz von 15,3 Millionen Euro wird sogar um ca. 20 Prozent überschritten.

„Schwer wiegt nicht nur, dass die Stadt Neuss jährlich immer mehr Geld – in diesem Jahr mehr als 18 Millionen Euro – für Hilfen zur Erziehung ausgeben muss; schwer wiegt vor allem, dass in vielen Familien so große Not vorherrscht, dass die staatliche Gemeinschaft dort eingreifen muss. Wenn etwa mehr als 300 Kinder aus ihren Familien herausgenommen werden, können wir nicht tatenlos zusehen“, äußert sich Thomas Kaumanns, Sprecher der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss. „Dem müssen wir Einhalt gebieten.“

„Wir wollen eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, in der wir gemeinsam mit Experten der Sozialverbände überlegen, was wir tun können. Sicher kann auch ein Blick in andere Städte nicht schaden“, erklärt Kaumanns die Pläne. „Für uns steht eine frühe, präventive Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenslagen an erster Stelle, um die Situation der betroffenen Kinder in ihren Familien nachhaltig zu verbessern.“