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AK Verkehr: Bessere Überwachung von Bikern gefordert

02.03.2001 1 Minute Lesezeit
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 2.3.2001

Der Arbeitskreis "Verkehr" im CDU-Stadtverband Neuss befasste sich jetzt mit dem Thema "Die Überwachung der Verkehrsdisziplin der Fahrradfahrer durch die Polizei" und startete eine Anfrage an Dieter Patt, der als Landrat auch Leiter der Kreispolizeibehörde ist.

Den Arbeitskreis interessierte insbesondere, welche Maßnahmen Patt ergreift, um verkehrswidriges Verhalten von Fahrradfahrern zu überwachen und zu ahnden. Hintergrund der Anfrage war die Feststellung des Arbeitskreises, dass die Verkehrsdisziplin mancher Biker deutlich zu wünschen übrig ließe. Als Beispiele führten sie die unerlaubte Benutzung von Gehwegen, Fußgängerzonen und Sperrzonen an sowie das Fahren ohne Licht bei Dunkelheit, die Missachtung von Verkehrszeichen und das Nebeneinanderfahren.

"Insbesondere auch im Stadtgebiet Neuss", so erklärt sich der Arbeitskreis, "muss bedauerlicherweise festgestellt werden, dass solche Verkehrsordnungswidrigkeiten selbst unter den Augen der Polizei in der Regel sanktionslos bleiben." Angesichts fehlender Kennzeichen hätten bei einem Unfall die Geschädigten das nachsehen. Die Antwort des Landrates ließ nicht lange auf sich warten. Patt versicherte dem Arbeitskreis, dass die mangelnde Verkehrsdisziplin mancher Radfahrer mehrfach bei der Polizei in Besprechungen und Dienstunterrichten erörtert worden sei.

Auch im verkehrserzieherischem Bereich an den Schulen und Kindergärten befasse sich die Polizei schwerpunktmäßig mit dem Thema Fahrradverkehr. Wenn beobachtete Bagatellverstöße nicht sofort verfolgt würden, könne das nur mit "vorrangigen Einsatzen" erklärt werden. Die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer sei im Jahr 2000 "bemerkenswert rückläufig", so Landrat Dieter Patt in seinem Antwortschreiben an den CDU-Arbeitskreis.