Bildung

Nicht eine Schule für alle, sondern für jeden die richtige Schule lautet die pädagogische Antwort, um Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit zu sichern. Die Bildungspolitik der CDU Neuss basiert auf dem gegliederten Schulsystem, das differenzierte und begabtengerechte Lehrangebote bietet. Es gilt daher, die bestehenden Schulen in ihrem unterschiedlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag weiter voranzubringen für künstlerische, musische, technische, sportliche oder sprachliche Begabungen, für Jugendliche in der Ausbildung oder Erwachsene, die sich weiterbilden und einen weiteren Bildungsabschluss erlangen möchten. Darüber hinaus werden wir uns für den Erhalt von Bekenntnisschulen einsetzen.

Für die CDU Neuss hat Bildung in der heutigen Wissensgesellschaft einen hohen Stellenwert und ist Voraussetzung für späteren wirtschaftlichen Erfolg. Davon zeugen neben den vielfältigen Grund-, Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien schon heute zahlreiche weitere Angebote, wie die Internationale Schule am Rhein (ISR), die Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM), die Volkshochschule, mehrere Berufskollegs sowie die Logistikakademie („School of Logistics“). Deshalb:


Wir werden das Schulsanierungsprogramm fortführen. In den letzten Jahren wurden bereits rund 80 Millionen Euro investiert und die Umsetzung des Medienentwicklungsplans aus dem Jahr 2003 ist fast abgeschlossen. Wir werden auch in den nächsten Jahren erhebliche Millionenbeträge in die Schulsanierung investieren.

Wir haben an allen Neusser Grund- und Förderschulen die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) eingeführt. Auch in den nächsten Jahren werden wir über die Landesmittel hinaus 1,2 Millionen Euro pro Jahr für qualifiziertes Personal zur Betreuung unserer Kinder in die OGS nach dem „Neusser Modell“ investieren.

Wir werden darüber hinaus das Programm OGS-Plus an den Neusser Grund- und Förderschulen bedarfsgerecht ausbauen. Bisher bieten einige Grundschulen das Programm an. Kinder mit besonderem Förderbedarf werden hier in kleinen Gruppen in der Entwicklung ihrer Sprach- und Sozialkompetenz unterstützt.

Wir werden die Kenntnisse der deutschen Spra-che für alle Kinder fördern und festigen. Kinder mit Defiziten in der deutschen Sprache sind im Unterricht benachteiligt. Bewährt hat sich die seit Herbst 2007 verpflichtende Feststellung der Sprachkenntnisse für Kinder ab dem vierten Lebensjahr. Damit können Sprachdefizite erkannt und individuell gefördert werden.

Wir werden die Einführung des Ganztags an den weiterführenden Schulen in Neuss weiter vor-antreiben. Für das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium sowie die Realschule Südstadt wird zum Schuljahr 2009/2010 bzw. 2010/2011 der gebundene, also verpflichtende Ganztag eingeführt. Wir werden in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe in den Nachmittagsangeboten unterstützen.

Damit der Schulstandort Neuss mit den notwendigen Infrastrukturen für optimalen Sportunterricht und für den Ganztagsbetrieb ausgestattet wird, setzen wir uns zudem für den dringend erforderlichen Bau einer Dreifachsporthalle mit Mensa im Schulzentrum an der Weberstraße ein.

Wir werden an allen Neusser Gymnasien mit Unterstützung des Landes Mensen und Cafeterien einrichten. Denn die Verkürzung der Schulzeit erfordert die Einführung von Ganztagsunterricht und damit eine Mittagsverpflegung der Schüler. Das Abitur nach acht Jahren ist eine sinnvolle Änderung auf dem Weg, die Ausbildungszeiten in Deutschland zu verkürzen und im europäischen Vergleich bei der Dauer der Ausbildungszeiten standhalten zu können.
Wir bekennen uns zum gegliederten Schulsystem mit Haupt- und Realschule sowie Gymnasium. Wir werden dazu beitragen, Schüler gezielt auf den Wechsel in eine neue Schulform vorzubereiten. Damit wird die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen verbessert und der Wechsel auf eine neue Schule erleichtert.

Wir setzen mit dem Neubau für die Musikschule, die Volkshochschule und die Regionalstelle der Fern-Universität Hagen am ehemaligen Omnibus-Bahnhof neue Maßstäbe im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsanspruchs.

Wir begrüßen die Möglichkeiten des internationalen Schüleraustausches und ermutigen junge Menschen, diesen zu nutzen. Der Schüleraustausch ist eine willkommene Chance, bereits in jungen Jahren Auslandserfahrungen zu sammeln und die soziale Kompetenz zu stärken.

Wir setzen uns für den dauerhaften Erhalt des konfessionell gebundenen Religionsunterrichts ein. Er ist für die Ausbildung junger Menschen von entscheidender Bedeutung. Denn nur dann, wenn junge Menschen die Grundlagen ihres eigenen Glaubens verstehen, können Sie auch Toleranz und Respekt gegenüber anderen Glaubensrichtungen entwickeln.