Knüpfen am sozialen Netz
Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 20. Oktober 2008

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Damit sehen Kaster, der als Finanzexperte seiner Fraktion weite Teile der Klausur leitete, und die CDU-Führung zwei ihrer Ziele bereits verwirklicht: der Haushalt wird keine Netto-Neuverschuldung ausweisen, so dass der Konsolidierungskurs fortgesetzt werden kann. Gleichwohl sehen die Christdemokraten hinter dem Zahlenwerk ein Fragezeichen stehen. Wie wirkt sich eine weltweite Finanzkrise, die zur Wirtschaftskrise werden könnte, auf die kommunalen Finanzen aus?
Für Klaus Karl Kaster, der über Kämmerer-Erfahrung verfügt, ist derzeit eine „seriöse Antwort“ noch nicht möglich. Er plädiert dafür, gegebenenfalls flexibel zu reagieren, wenn solide Steuerschätzungen vorliegen: „Natürlich ist es wichtig zu wissen, wie sich vermutlich die Gewerbesteuer-Einnahmen entwickeln werden. Aber oberstes Gebot sei es nun, „nicht einer weiteren Verunsicherung der Bürgerschaft das Wort zu reden.“
Die Christdemokraten wollen drei Schwerpunkte im Sozialetat setzen.
- Auf 2009 vorgezogen, sollen zusätzliche 200 000 Euro gezielt für die Arbeit von Tagesmüttern eingesetzt werden. „In diesem Bereich wollen und müssen wir helfen, den Kindern und den Eltern.“
- Die CDU will nun 50 000 Euro bereitstellen, damit über zwei Halbtagskräfte ein von Fachleuten organisiertes „Frühwarnsystem“ in enger Verbindung mit Ärzten, Hebammen und in Krankenhäusern aufgebaut wird, um rechtzeitig zu erkennen, wo Kindern Vernachlässigung oder Übergriffe drohen.
- Das „exzellente Modell“ des Mehrgenerationenhauses in Weckhoven soll mit 45 000 Euro unterstützt werden, um dort eine personelle Verstärkung zu erzielen.
Die CDU wird auch die Sanierung der Schulgebäude fortsetzen. 60 Millionen Euro seien in den vergangenen drei Jahren investiert worden, weitere zwanzig Millionen sollen nun hinzukommen. Die „provisorische Mensa“ am Marie-Curie-Gymnasium soll nach den Osterferien ihren Betrieb aufnehmen.
20.10.2008