CDU-Projektgruppe Flüchtlinge legt erste Zwischenergebnisse vor

Die rund 20 Mitglieder umfassende Projektgruppe Flüchtlinge der Neusser CDU legt nach wenigen Wochen erste Zwischenergebnisse vor. „Wir haben den Auftrag, Leitlinien und Maßnahmen für Parteivorstand und Stadtratsfraktion zu erarbeiten“, so Sebastian Ley, Axel Stucke und Bernadette Thielen stellvertretend für die Projektgruppe. Ley, Stucke und Thielen leiten die drei Teilprojektgruppen „Sport, Jugendhilfe und Beschäftigung“, „Unterbringung und Sicherheit“ sowie „Bildung und Sprache“. Folgende Leitlinien und Maßnahmen zeichnen sich bereits jetzt ab:

Das noch unter Bürgermeister Herbert Napp entwickelte Konzept der verteilten Unterbringung über das gesamte Stadtgebiet hat sich bewährt. Daran halten wir weiter fest und empfehlen Belegungszahlen je Standort zwischen 50 und 100 Personen.
Die von unserer Partei  immer wieder eingeforderte Information der Bürger über Sachstand und aktuelle Entwicklungen muss weiter fortgeführt werden.

Für alle Flüchtlinge empfehlen wir ein ehrenamtliches Patensystem, so dass jeder Flüchtlingsfamilie / jedem allein reisenden Flüchtling ein Pate etwa für Fragen zu Bildung, Beschäftigung, Freizeitgestaltung und Unterbringung beratend zur Seite steht. Diese Paten sollen nicht nur auf ihre Aufgabe vorbereitet, sondern auch während der Wahrnehmung der Hilfestellung begleitet werden.

Die Maßnahmen für Flüchtlinge haben zum Ziel, die Teilhabe an der Gesellschaft und den bereits vorhandenen Hilfsangeboten zu ermöglichen. In Neuss funktioniert das Subsidiaritätsprinzip hervorragend, die bestehenden Strukturen greifen. Von der notwendigen Stärkung dieses sozialen Netzes profitieren sowohl Neuankömmlinge wie auch bereits hier lebende Menschen.

Bereits jetzt ist die Vernetzung von Schul-, Arbeitsmarkt-, Jugend- und Sportpolitik verbesserungsfähig, unabhängig von der Flüchtlingssituation. Die große Herausforderung der steigenden Flüchtlingszahlen zeigt umso deutlicher, dass es erforderlich ist, die Zusammenarbeit bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben zu intensivieren.

Eine Vernetzung der Migrationsthematik in Stadtpolitik und -verwaltung ist erforderlich. Die Verwaltung muss die migrationspolitischen Maßnahmen aller bestehenden Ausschüsse und Gremien zentral in ihr Berichtswesen aufnehmen und regelmäßig gegenüber dem Stadtrat und der Bevölkerung veröffentlichen.

Die Projektgruppe wird weiter intensiv daran arbeiten, diese Leitlinien und Maßnahmen zu konkretisieren und dabei die sich laufend ändernden Rahmenbedingungen aufnehmen.

In der Projektgruppe arbeiten mit: Dr. Hermann-Josef Baaken, Klaus Becker, Hamdi Berdid, Waltraud Beyen, Simeon Breuer, Yasar Calik, Jörg Helpenstein, Georg Kaster, Thomas Kaumanns, Gisela Knauf, Patrick Lambertz, Sebastian Ley, Ilka Maak, Monika Mertens-Marl, Angelika Quiring-Perl, Elke Schlangen, Axel Stucke, Bernadette Thielen, Johann-Andreas Werhahn.